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Neuigkeiten Termine vom Gartenfachberater

Termin für den Heckenschnitt im Sommer 2020

Liebe Gartenfreundinnen und Gartenfreunde!

Es ist Zeit für den sommerlichen Pflegeschnitt unserer Innen- und Außenhecken. In der Zeit vom Freitag den 29.05. bis Montag den 15.06.2020 können wieder die Hecken geschnitten werden.

Ob der MEG Grünschnittcontainer beim Schadstoffmobil am Nordbad am Montag, den 15.06 zwischen 9:30 und 14:30 Uhr wieder zur Verfügung stehen wird, kann derzeit noch nicht zugesichert werden. Aktuelle Informationen findet Ihr auf der Website der MEG

 

Hecken schneiden – so wird’s gemacht

In der folgenden Abbildung ist dargestellt, auf welche Maße die Hecken jeweils ungefähr geschnitten werden sollten.

zum Vergrößern bitte anklicken
So klappt der Heckenschnitt! zum Vergrößern bitte anklicken

 
Bitte denkt auch daran, den Fremdbewuchs und die Wildkräuter aus den Hecken zu entfernen.

Viele Grüße
Euer Gartenfachberater Frank Schäfer

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Neuigkeiten

Termine Gemeinschaftsarbeiten 2020

+++ HINWEIS WEGEN CORONA:  Bitte beachtet die aktuellen Aushänge in unseren Schaukästen zur Gemeinschaftsarbeit! Wir informieren euch dort zeitnah, ob die nächste Gemeinschaftsarbeit stattfinden kann oder nicht. +++

Liebe Gartenmitglieder!
In unserer Gartenanlage fallen jährlich viele kleine und große Arbeiten an: Hier muss mal ein Zaun erneuert, da eine Bank gestrichen oder eine Blumenrabatte wieder gründlich auf Vordermann gebracht werden. Vor allem die Fertigstellung des Plattenweges an der Außenhecke steht dieses Jahr noch an. Und weil es einfach mehr Spaß macht, Dinge gemeinsam anzupacken, bieten wir für unsere Gartenmitglieder in diesem Jahr insgesamt 6 Termine für Gemeinschaftsarbeiten in Gemeinschaft an. Eine gute Gelegenheit, sich einzubringen und seine Arbeitsstunden abzuleisten, oder?

Die Arbeiten beginnen jeweils um 9:30 Uhr. Welche Arbeiten genau geplant sind, erfahrt ihr von euren Obleuten oder kurzfristig direkt vor Ort.

Termine:

  • Samstag, 14.03.2020 – 9:30 bis 12 Uhr
  • Samstag, 18.04.2020 – 9:30 bis 12 Uhr  (entfällt wegen Kontaktbeschränkungen Corona)
  • Samstag, 16.05.2020 – 9:30 bis 12 Uhr  (entfällt wegen Kontaktbeschränkungen Corona)
  • Samstag, 27.06.2020 – 9:30 bis 12 Uhr (bitte Aushänge beachten)
  • Samstag, 05.09.2020 – 9:30 bis 12 Uhr
  • Samstag, 17.10.2020 – 9:30 bis 12 Uhr

Zur Einteilung der Arbeiten treffen wir uns an den jeweiligen Terminen ab 9 Uhr vor oder im Vereinshaus in der Gartenanlage Denkmannsfeld. Die Arbeiten beginnen um 9:30 Uhr und enden ca. 12 Uhr.

 

Hinweis:

Der Termin im April muss wegen der aktuellen Corona-Situation ausfallen! Wir werden ggf. einen Ersatztermin finden und euch rechtzeitig informieren. Weitere Terminänderungen sind möglich. Bitte beachtet deshalb die Aushänge in unseren Schaukästen.

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Neuigkeiten

Arbeitsstunden: Was zählt und was nicht?

Immer wieder sind einige Gartenfreund*innen unsicher, welche Arbeiten als Gemeinschaftsstunden angerechnet werden und welche nicht. Und wie ist das mit dem Stundennachweis nochmal genau geregelt? Gern möchten wir an dieser Stelle auf die Thematik nochmals eingehen und damit alle Unklarheiten ausräumen.


Gemeinschaftsarbeiten – Pflicht für alle Gartenmitglieder

Jedes Gartenmitglied weiß spätestens bei der Übernahme eines Gartens, dass in unserem Kleingärtnerverein alle Gartenmitglieder Gemeinschaftsstunden leisten müssen. Das ist kein böser Wille sondern einfach notwendig, damit alle anstehenden Pflege- und Instandhaltungsarbeiten in unseren Gartenanlagen erledigt werden können. Aber auch Arbeiten wie z.B. die Mitarbeit bei Veranstaltungen und Festen zählen zu den Gemeinschaftsarbeiten. Hier engagieren sich jedes Jahr Gartenfreund*innen in ihrer freien Zeit bei der Organisation und übernehmen Arbeiten, damit wir und unsere Gäste unsere Feste genießen können, alles reibungslos abläuft und keine Wünsche offen bleiben.

Dass Gemeinschaftsstunden ein wichtiger Pflichtteil aller unserer Gartenmitglieder sind, kann man jederzeit auch gern nochmal in unserer Vereinssatzung unter §5 nachlesen.

Was zählt als Gemeinschaftsstunden?

In unserer letzten Hauptversammlung im März 2019 wurde das Thema Gemeinschaftsstunden noch einmal ausführlich von unseren Obleuten dargelegt. In unserer letzten Mitgliederversammlung 2018 haben wir uns darauf geeinigt, dass wir den Pflichtteil von 18 Arbeitsstunden je Gartenmitglied beibehalten möchten.

Die Arbeitsstunden werden wiefolgt als Gemeinschaftsarbeit angerechnet:

Arbeitsstunden laut Arbeitsplan: 10 Stunden/ Jahr
Alle Arbeitsstunden, die diesem Arbeitsplan zugeteilt wurden, werden angerechnet.
Z.B. Gärtnerin Alexa Mustermann aus Garten Nr. 12: 10 Stunden Pflege der Rabatte vor dem Vereinshaus. Dieser Plan wird jährlich jedem Gartenmitglied ausgehändigt und liegt uns allen vor. Wer nicht weiß für welche Arbeiten er eingeteilt wurde, kann sich an diesem Arbeitsplan orientieren oder fragt im Zweifelsfall einen unserer Obleute.

Gemeinschaftsarbeiten: 5 Stunden/ Jahr
Wer seine Arbeitsstunden gemäß Arbeitsplan nicht voll bekommt, hat zusätzlich die Möglichkeit, sich an einem der Termine für unsere Gemeinschaftsarbeit zu beteiligen und dort Arbeitsstunden zu leisten und sich anrechnen zu lassen. Achtung: Jedes Gartenmitglied ist verpflichtet, sich mit mindestens 5 Arbeitsstunden bei Gemeinschaftsarbeiten zu beteiligen.

Es steht außerdem jedem Gartenmitglied frei, jederzeit freiwillig andere Arbeiten zu übernehmen, die nicht auf dem Arbeitsplan stehen. Bitte besprecht euch hierfür vorher mit euren Obleuten. Sie wissen am besten, welche Arbeiten dringend sind und ob und wie euer Vorhaben als Arbeitsstunden angerechnet werden kann.

Mithilfe auf Festen: 3 Stunden/ Jahr
Ganz egal ob Du ein paar Stunden am Zapfhahn stehst oder an der Kasse, am Grill oder am Cocktailstand und ganz gleich ob Du Gläser spülst oder nach einem Fest beim Putzen hilfst: Die Organisation und Durchführung von Festen macht Arbeit und braucht viele Helfer. Deshalb hat die Mitgliederversammlung beschlossen, dass jedes Gartenmitglied mindestens 3 Arbeitsstunden auf Veranstaltungen oder Festen zu leisten hat, um den Festausschuss etwas zu entlasten. Diese 3 Stunden werden Dir voll als Arbeitsstunden angerechnet.

Wenn du gern vor, bei oder nach Veranstaltungen mithelfen möchtest, dann sprich unseren Festausschuss oder deine Obleute an. Alle anstehenden Termine für Veranstaltungen und Feste findest du in unseren Aushängen oder hier auf unserer Website im Terminkalender.



Nachweis der Arbeitsstunden – nix leichter als das

Jedes Gartenmitglied erhält am Ende eines Gartenjahres einen „Stundenzettel“ für geleistete Arbeitsstunden im kommenden Jahr, meist auf der Mitgliederversammlung im Spätherbst. Auf diesem Zettel werden alle Arbeiten inklusive der geleisteten Stunden eingetragen.

Unsere Obleute sind unter anderem dazu da, zu schauen, ob diese Arbeiten termingerecht und angemessen erledigt wurden. Damit sie nicht den Überblick verlieren und das Ganze fair einschätzen können, gehst man am besten folgendermaßen vor:

(1) Kontaktiere einen deiner Obleute in der Nähe bevor du mit der Arbeit beginnst
Unsere Obleute und deren Garten-Nummern findest du auf dem Stundenzettel oder hier auf unserer Vorstandsseite.

(2) Nach geleisteter Arbeit die Stunden von einem der Obleute auf deinem Stundenzettel bestätigen lassen
Im Idealfall erledigst du das direkt nach getaner Arbeit. Der Obmann oder die Obfrau wird auf deinem Stundenzettel die geleisteten Stunden mit einer Unterschrift bestätigen. Sollte keiner der Obleute direkt verfügbar sein, kannst du das auch noch bis 14 Tage nach deiner geleisteten Arbeit nachholen.
Vermerkte Arbeiten, die auf dem Stundenzettel nicht von einem unserer Obleute gegengezeichnet wurden, können leider nicht als geleistete Arbeitsstunden angerechnet werden! Denn wer soll das im Nachhinein kontrollieren und bestätigen können? Stimmt, das ist nahezu unmöglich. Also bleib fair und lass dir deine Stunden einfach rechtzeitig bestätigen. Im Ausnahmefall können Stundenzettel auch im Briefkasten des Vorstands an unserem Vereinshaus eingeworfen werden. Sie werden dann an die Obleute weitergeleitet.

(3) Stundenzettel mit allen geleisteten Arbeitsstunden bis zum Jahresende abgeben
Du hast alle nötigen Arbeitsstunden geleistet, sie sind auf deinem Stundenzettel vermerkt und ordnungsgemäß von unseren Obleuten bestätigt. Prima! Doch nützt das alles nichts, wenn dieser Stundenzettel dem Vorstand am Ende eines Gartenjahrs nicht vorliegt, weil er noch bei dir zuhause liegt. Dann muss der Vorstand davon ausgehen, dass du in diesem Jahr keine Arbeitsstunden geleistet hast. Das wäre ärgerlich, denn diese vermeintlich „nicht geleisteten“ Pflichtstunden werden Dir in im nächsten Frühjahr in Rechnung gestellt. Und das muss ja nun wirklich nicht sein.

Stichtag für die Abgabe der ausgefüllten Stundenzettel ist der 31.12. am Ende eines jeden Gartenjahres. Keine Sorge, wir sind nicht kleinlich und wissen, dass immer mal etwas dazwischenkommen oder in Vergessenheit geraten kann. Kontaktiert in einem solchen Fall unsere Obleute oder den Vorstand und teilt mit, bis wann ihr euren Stundenzettel nachreichen werdet. Spätestens Mitte Februar sollte er aber bei uns sein.


FAZIT:
Versorgt mit all diesen Informationen und Hinweisen sollte es hoffentlich jedem Gartenmitglied nun ein Leichtes sein, seine Pflichtstunden abzuleisten, zu dokumentieren und ordnungsgemäß bestätigen zu lassen. Wir hoffen, dass wir künftig niemanden wegen vermeintlich nicht geleisteten Arbeitsstunden zur Kasse bitten müssen, sondern dass wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen und uns einbringen. Und seien wir doch mal ehrlich: 18 Arbeitsstunden im Jahr sind ein Klacks und sind schneller erledigt als gedacht.

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Allgemein

Frauengruppe unter neuer Leitung

Erna Steidle übergibt die Leitung der Frauengruppe an Gisela Friebe

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge gibt Erna Steidle nach vielen Jahren die Leitung unserer Frauengruppe an eine neue „Chefin“ ab. Gisela Friebe, die unsere Erna schon in den Jahren zuvor bei Organisatorischem unterstützt hat, wird ab 2017 deren Leitung übernehmen.

Gisela Friebe (im Bild links) übernimmt ab 2017 die Frauengruppe unseres Kleingärtnervereins
Neue und vorherige Leiterin unserer Frauengruppe: Erna Steidle (im Bild rechts) übergibt ab 2017 die Frauengruppe in die Hände von Gisela Friebe

Seit 1979 hat Erna Steidle die Gruppe geleitet. Damals trafen sich 29 Frauen, die sich untereinander austauschten, schnackten, sangen oder sich zum gemeinsamen Frühstück trafen. An Geburtstagen gibt es selbst gebackenen Kuchen, Torte oder Herzhaftes und ein zünftiges Geburtstagsständchen obendrein.

Damit wird es auch ab 2017 unter der Leitung von Gisela Friebe weitergehen. Wir danken Erna Steidle ganz herzlich für ihr langjähriges Engagement und ihre Arbeit in der Frauengruppe und wünschen ihr Gesundheit und alles Gute. Mit der Übergabe an das langjährige Mitglied Gisela Friebe liegt die Zukunft der Gruppe ganz sicher in guten Händen.

Die Frauengruppe trifft sich immer Dienstags im 14-tägigen Wechsel. Wer künftig zu den Damen hinzustoßen möchte, der findet den nächsten Termin ganz einfach hier unter Aktuelles & Termine oder über einen Anruf in unserem Büro.

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Gartenfachberater

5 Irrtümer über Torf

Gärtners Liebling: Torf

Von Hobbygärtnern werden jedes Jahr zur „Bodenverbesserung“ rund 2,3 Millionen Kubikmeter Torf ausgebracht. Viele Gärtner glauben nämlich, dass es für Torf keinen gleichwertigen Ersatz gibt: er verbessert die Bodenstruktur, was zu einer besseren Durchlüftung schwerer Böden führt. Außerdem erliegt so mancher dem Irrglauben, dass der lockere, schwarze Torf besonders humusreich ist und viele Nährstoffe enthält und sich daher besonders günstig auf das Pflanzenwachstum auswirkt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Wir räumen mit den 5 häufigsten Irrtümern über Torf auf.

Irrtum Nr. 1:  Torf verbessert den pH-Wert im Boden

Für die meisten unserer Gartenpflanzen ist das Gegenteil der Fall. Torf hat von Natur aus einen sehr niedrigen pH-Wert, er liegt etwa zwischen 2,5 und 3,5 – ein extrem saures Millieu, in dem die meisten Pflanzen bis auf Heidelbeeren, Azaleen oder Rhododendron gar nicht mehr gedeihen könnten. Von Natur aus ist Torf also alles andere als geeignet für unsere Pflanzen, denn unsere Garten- und Zimmerpflanzen benötigen für ein gesundes Wachstum vorwiegend einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5. Torf muss aus diesem Grund immer aufgekalkt werden, damit das Substrat für Pflanzen überhaupt verwertbar ist. Ohne vorhergehendes Neutralisieren und Düngen kann Torf lediglich vorübergehend die Durchlüftung des Bodens verbessern, sonst jedoch durchaus die Bodenqualität verschlechtern , da Hochmoortorf extrem nährstoffarm ist und zur Bodenversauerung führt. Auch das für die Bodenfruchtbarkeit so wichtige Bodenleben leidet sehr unter der Versauerung.

Irrtum Nr. 2:  Torf ist sehr humus- und nährstoffreich

Trotz seiner dunklen Farbe besteht Torf nicht wie oft angenommen aus Humusschichten, sondern aus humusarmen Sedimentsschichten abgestorbener Pflanzenteile.

Durch die Auswaschung ist Torf sehr nährstoffarm und muss daher immer künstlich aufgedüngt werden, damit für Blumen und Pflanzen die benötigten Nährstoffe überhaupt zur Verfügung stehen. Dies geschieht während des Herstellungsprozesses der Torferdenn meist mit künstlichen Mineraldüngern, die jedoch wiederum zu einer Versauerung oder gar Versalzung des Bodens führen. Ein Teufelskreislauf.

Irrtum Nr. 3:  Torf lockert den Boden und verbessert die Bodenfruchtbarkeit

Gerade dunkle, feinkrümelige Blumenerden werden gern gekauft. Dabei sind strukturfeine Erden mit fehlenden Luftporen, wie sie torfhaltige Erden oft gemein haben, oft für das kümmerliche Wachstum von Pflanzen verantwortlich. Die Böden vernässen und lassen den Wurzeln keine Luft zum Atmen mehr.

Auch das für die Bodenfruchtbarkeit so wichtige Bodenleben leidet sehr unter der Versauerung durch Torf. Torf enthält zudem kaum Mineralien, zersetzt sich schon nach kurzer Zeit im Boden und kann somit nicht zur Dauerhumusbildung im Boden beitragen. Eine dauerhafte Humusbildung wird durch Torf also eher behindert als begünstigt.

Irrtum Nr. 4:  Torf hat ein sehr hohes Wasserspeichervermögen

Torf nimmt zwar erst einmal gut Wasser auf, ist er jedoch einmal ausgetrocknet, kann er nahezu kein Wasser mehr speichern. So kann Torf auf Dauer den Boden austrocknen. Andererseits neigen die feinen Artikel in Torferden wiederum dazu, durch Gießen zu vernässen: die einst bodenauflockernde Wirkung von Torf kehrt sich ins Gegenteil um und nimmt dem Boden buchstäblich die Luft zum Atmen. Dadurch kann nicht mehr genügend Sauerstoff zu den Wurzeln gelangen, Wurzelfäulnis und kümmerliches Wachstum der Pflanzen sind die Folge.

Irrtum Nr. 5:  Torfhaltige Erden sind frei von Keimen und Bakterien

Reiner Torf ist tatsächlich frei von Unkrautsamen. Doch handelsübliche Blumenerde enthält neben einem beachtlichen Anteil Torf auch noch Kalk, Dünger, Kompost, Borke und Holzfasern. Durch die Vielzahl der Inhaltsstoffe befinden sich in Blumenerde auch Eier und Larven von Pflanzenschädlingen. Deren Wachstum macht sich bei Zimmerpflanzen spätestens vier Wochen nach dem Umtopfen bemerkbar.


Fazit:

Der Naturstoff Torf ist ohne Aufkalkung und Düngung für unsere Gartenpflanzen völlig nutzlos und bietet langfristig keinerlei nenneswerte Vorteile. Vor dem Hintergrund all dieser Erkenntnisse muss man sich als kluger Gärtner fragen: Warum dann eigentlich überhaupt noch Torf? Gibt es keine besseren Alternativen zu Torf?

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Gartenfachberater

Alternativen zu Torf

Es gibt sie: Gute Alternativen zu torfhaltigen Erden

Ob eine Blumenerde Torf enthält, kann man ganz einfach herausfinden. Beim Kauf von Blumenerde sollte man auf die Aufschrift „ohne Torf“ oder „torffrei“ achten. Bei der Aufschrift „Bioerde“ sollte man trotzdem aufpassen, denn hier kann noch ein sehr großer Anteil Torf enthalten sein. Zugegeben: Es ist nicht immer einfach, im Handel auf torffreie Erden zu stoßen. Laut Greenpeace bestehen 99 Prozent der handelsüblichen Blumenerden mindestens zur Hälfte aus Torf. Dennoch gibt es im Handel immer häufiger torffreie Alternativen für alle nur erdenklichen Pflanzenansprüche. Heute muss also niemand mehr zu Torferden greifen.

Kokoserde – ideal für die Aussaat

Kokoserde besteht aus der gehäckselten Rinde der Kokospalme. Für eine grobe Struktur werden zerkleinerte Kokosnussschalen dazugegeben. Das Substrat wird vor der Verpackung sterilisiert. Deshalb finden sich in Kokoserde keine Schadinsekten und Schimmelsporen. Kokoserde ist oft in Form von handlichen und platzsparenden Pellets oder Blöcken im Handel erhältlich. Das handliche Volumen und geringe Gewicht erleichtert den Transport nach Hause.

Reine Kokoserde hat einen optimalen Pflanzen-pH-Wert von 6 bis 8, enthält aber meist keine Nährstoffe. Das macht sie zur idealen Aussaaterde! Denn Nährsalze würden das Samenkorn zunächst am Keimen hindern und die empfindlichen Haarwurzeln des Keimlings könnten verbrennen. Später, nachdem das erste richtige Blatt des Keimlings erscheint, können dem Substrat Steinmehl und/oder Algenkalk zugesetzt werden. Ein organischer Flüssigdünger rundet das Nahrungsangebot ab. Somit ist die Jungpflanze bestens mit allen wichtigen Nährstoffen und Mineralien versorgt, um später gesund und kräftig zu wachsen. Kokoserde verfügt außerdem über ein großes Wasserspeichervolumen, daher kann häufiges Gießen entfallen. Schimmelbildung oder Auflaufkrankheiten haben unter diesen Voraussetzungen kaum eine Chance.

Kompost

Ein gut aufgesetzter Komposthaufen ist das Gold eines jeden Gartens, und jeder Gärtner der etwas auf sich hält hat mindestens einen in seinem Garten. Komposterde entsteht fast völlig ohne unser Zutun durch Umsetzungs- und Rotteprozesse und enthält alle positiven Eigenschaften, die unsere Pflanzen für ein optimales Wachstum benötigen. Ein guter Kompost ist feinkrümelig und entgegen des gelegentlichen Vorurteils übler Gerüche duftet fertiger Kompost angenehm nach Waldboden.

Er besitzt ein ausgewogenes Kohlenstoff/Stickstoff-Verhältnis, enthält alle nötigen Nährstoffe, Mineralien und Spurenelemente, hat ein sehr gutes Wasserspeichervermögen, enthält wertvollen Humus und trägt zur weiteren Humusbildung im Garten bei. Kompost vereint die positiven Eigenschaften von guter Pflanzenerde und nahrhaftem Dünger – er ist beides in einem. Und das Schönste an selbst hergestelltem Kompost ist: er kann sparsam verwendet werden und ist obendrein völlig kostenlos.

Kompost ist zwar aufgrund seines relativ hohen Nährstoffgehaltes nur bedingt als Aussaaterde geeignet, doch als Beigabe zu Blumen- und Anzuchterden entfaltet er all seine positiven Eigenschaften. Starkzehrer entwickeln sich nachweislich besser, wenn man ihnen eine handvoll Kompost mit ins Pflanzloch gibt. Auch Stauden und andere Blühpflanzen freuen sich im Frühling über eine geringe Kompostgabe, die im Wurzelbereich vorsichtig eingeharkt wird. Dasselbe gilt übrigens für Zimmerpflanzen, Beerensträucher und Obstbäume.

Überhaupt ist einfacher Kompost in vielen Fällen das beste Mittel zur Bodenverbesserung. Noch enthaltene grobe Anteile lockern die Bodenstruktur auf und lassen genug Luft an die Wurzeln gelangen. Zudem wird das gesunde Bodenleben angeregt: indem die Mikroorganismen und Regenwürmer regelmäßig mit Kompost und dessen z.T. noch unverrotteten Anteilen „gefüttert“ werden, können sie sich prächtig vermehren und verbessern und durchlüften den Boden.

Nährstoffreicher Grüngutkompost

Grüngutkompost wird aus Gras-, Rasen-, Gehölz- und Heckenschnitt sowie Herbstlaub hergestellt. Diese pflanzlichen Materialien fallen recht häufig bei der Pflege von Gärten und Grünanlagen an. In Kompostwerken hergestellt, ergeben sie nach einer sorgfältigen Sortierung und kontrollierten Rotteführung bei Temperaturen bis etwa 70 Grad einen hygienisch einwandfreien Kompost. Dieser ist frei von keimenden Pflanzensamen und Pflanzenkrankheiten. Grüngutkompost enthält alle von den Pflanzen bei ihrem Wachstum benötigten Haupt- und Spurennährstoffe. Wer Grüngutkompost kauft, sollte auf das RAL-Gütezeichen achten, es garantiert ein qualitätsgeprüftes Produkt.

Wegen seines teilweise sehr hohen Nährstoffgehaltes und pH-Wertes und der geringen Strukturstabilität sollte Grüngutkompost nur in Mischung mit anderen geeigneten Stoffen wie z.B. Rindenhumus, Holz- oder Kokosfasern in Blumenerden verwendet werden.

Strukturstabiler Rindenkompost – auch für Heidelbeere & Co.

Die bei der Holzverarbeitung anfallende Baumrinde, insbesondere Nadelholzrinde, ist nach einer mehrjährigen Kompostierung hervorragend zur Beimischung in Erdsubstrate geeignet. Rindenkompost besitzt ähnlich wie Torf eine hohe Strukturstabilität und einen stabilen pH-Wert. Die Wiederbenetzbarkeit nach Austrocknung ist sogar besser als bei Torf.

Rindenkompost oder Rindenhumus, eignet sich wegen seines niedrigen pH-Wertes auch hervorragend für Gartenpflanzen, die sauren Boden bevorzugen, wie z.B. Kulturheidelbeeren, Azaleen oder Rhododendron.

Sauren Rindenkompost kann man ganz einfach selbst im eigenen Garten herstellen,  man sollte diesen Spezialkompost jedoch separat aufsetzen. Er besteht z.B. aus Rindenmulch, Sägespänen oder -mehl oder Holzschnitt von Nadelgehölzen mitsamt dem Nadelstreu. Übrigens eine gute Gelegenheit, wie man seinen Weihnachtsbaum nutzbringend entsorgen kann. Auch Kaffeesatz sowie Eichen- und Kastanienlaub machen den Boden sauer und eignen sich als Zwischenschichten für einen sauren Kompost. Zwischen die Schichten werden Hornspäne für eine schnellere Verrottung eingebracht.

Holzfasern aus heimischem Rohstoff

Häckselgut aus Gehölzschnitt fällt in jedem Jahr in meist ausreichender Menge im Garten an. Die hohe Luftkapazität macht Holzfasern zu einer guten Beimischkomponente zu Grüngutkompost. Die Wiederbenetzbarkeit ist besser als bei Torf, die hohe Wasserdurchlässigkeit beugt bei hohen Niederschlägen einem Wasserstau und Vernässung vor. Substrate, die viel Holzfasern enthalten, trockenen schneller ab und müssen evtl. etwas häufiger gegossen werden. Dafür lockern sie die Bodenstruktur auf und tragen zu einer schnelleren Erwärmung des Bodens bei.

Kokosfasern, Cocohum und Cocopeat

In Pflanzerde und Kompost beigemischt, verbessern Kokosfasern ebenso wie Holzfasern die Luftführung und Wasserdurchlässigkeit des Bodens. Das bei der Kokosernte zwischen den Fasern befindliche Feinamterial, auch Kokosstaub oder Cocopeat genannt, hat annähernd gleiche Eigenschaften wie Torf und vermag diesen zu 100 % zu ersetzen. Cocopeat ist meist in Form handlich gepresster Blöcke erhältlich, aus denen man 10 Liter oder noch mehr Blumenerde erhält. Manche Kokosfaserblöcke sind bereits vorgedüngt und können direkt eingesetzt werden.

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Torfabbau – Ein ökologisches Desaster

Torfabbau zerstört weltweit einzigartige Ökosysteme

Torf ist ein organisches Sediment, das in Mooren aus abgesunkenen Pflanzenteilen in stehendem Gewässern unter Luftausschluss und durch Verdichtung des organischen Materials entsteht. Somit ist Torf zwar ein „nachwachsender“ Rohstoff, doch die Entstehung von Torf geht nur sehr langsam vonstatten: Durchschnittlich bilden sich in einem Moor gerade einmal 1 mm Torfablagerung pro Jahr. Bis einmal 1 Meter neue Torfschicht entstanden ist, braucht es also unglaubliche 1.000 Jahre. So brauchte es für die Entstehung des norddeutschen Teufelsmoores bei Worpswede etwa ganze 8.000 Jahre!

Doch immer mehr Moore werden trockengelegt, und der Torfabbau geht weltweit schneller vonstatten als die Torfschichten nachwachsen können. Allein in Deutschland werden für den Einsatz in Gartenbaubetrieben, Hausgärten und Blumentöpfen jährlich 10,2 Millionen Kubikmeter Torf abgebaut, wovon rund 8,2 Millionen Kubikmeter Torf nur aus norddeutschen Mooren stammen. Das entspricht einer Fläche von 20.000 ha beziehungsweise acht Prozent der noch vorhandenen Hochmoore. Von Hobbygärtnern werden jedes Jahr zur Bodenverbesserung rund 2,3 Millionen Kubikmeter Torf ausgebracht. Um den Bedarf an Torf in Blumenerde in Deutschland zu decken, muss sogar bereits Torf aus dem Baltikum, Skandinavien und Russland importiert werden.

Selten Pflanzen und Tiere verlieren für immer ihren Lebensraum

Einzigartige Lebensräume für äußerst seltene Tier- und Pflanzenarten gehen durch diesen Raubbau an der Natur unwiederbringlich und für immer verloren. Spezielle, nur im Moor heimische Tiere wie die Kreuzotter, Moorfrosch, Birkhuhn und Sumpfohreule verlieren ihren Lebensraum; an Moore angepasste Pflanzenarten wie Wollgräser, Binsen, Venusfliegenfalle, Moorlilie oder Sonnentau werden beim Torfabbau vernichtet. Mit der Zerstörung der Moore sind viele dieser Arten bereits drastisch zurückgegangen und heute vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden. Aus ökologischer Sicht ist das ein katastrophaler Verlust.

Sind Moore erst einmal gestört oder gar zerstört, kann man sie zwar aufwändig wieder renaturieren, aber renaturierte Moore mit ihrer meist grasartigen Vegetation erlangen den Zustand eines intakten Moores nur selten wieder, wenn überhaupt erst nach Jahrzehnten oder Jahrhunderten. Diese Flächen sind im Hinblick auf ihre Biodiversität zwar durchaus wertvoll, haben jedoch mit einem intakten Moor nicht viel gemein. Die Erfahrungen bisheriger Moorwiederherstellungen sind zudem ernüchternd: Bis jetzt ist das Ziel eines selbstständig wachsenden Moores nur sehr selten wieder erreicht worden.

Klimakiller Torfabbau

Doch auch in Sachen Klimawandel hat der Torfabbau verheerende Auswirkungen. Torf speichert das klimaschädliche CO2. Werden Moore zum Torfabbau trocken gelegt, dann entweicht das gespeicherte Kohlendioxid in die Atmosphäre. 6% aller CO2 Emissionen gehen auf das Konto des Torfabbaus zurück. Man fand außerdem heraus, dass aus gestörten Moorflächen nicht nur das weltweit anerkannte Treibhausgas Kohlendioxid freigesetzt wird, sondern zusätzlich noch die wesentlich klimaschädlicheren Gase Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Methan wirkt etwa um den Faktor 21 und Lachgas sogar um den Faktor 310 schädlicher auf unser Klima als CO2.

 

Fazit:

Der in Jahrtausenden in Mooren gewachsene Torf ist viel zu wertvoll, um ihn für einen kurzen Sommer in Pflanzgefäße zu füllen und nach einmaligem Gebrauch als „Abfall“ zu entsorgen. Wer beim Kauf von Pflanz- und Blumenerden auf den Erhalt von Mooren sowie den Natur- und Klimaschutz achtet, wählt Produkte, die keinen Torf enthalten. Jeder Sack torfhaltige Blumenerde, den wir nicht verwenden, ist ein wirksamer Beitrag zum Natur-, Hochwasser- und Klimaschutz.

Allein schon aus diesen Gründen sollte bei uns Gärtnern ein Umdenken stattfinden. Wir sollten und können auf Torf im Garten vollständig verzichten. Lesen Sie hier, welche Alternativen zu Torf es gibt.

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Gärtnern ohne Torf

Warum wir im Garten auf Torf verzichten können und sollten

Jedes Jahr im Frühjahr beginnt die Zeit des Pflanzens und des Umtopfens.  Nicht nur im Garten wollen Jungpflanzen und Blumen in die Erde gebracht werden. Auch für die Zimmerpflanzen wird es Zeit, die alte Pflanzerde gegen neue einzutauschen.
Viele Gärtner versorgen sich in dieser Zeit mit torfhaltigen Blumenerden, Torfhumus oder sogar Düngetorf aus Supermärkten, Bau- und Gartencentern. Vielen Blumenfreunden ist dabei nicht bewusst, dass sich in den Plastiksäcken mit der Aufschrift „Erde“ größtenteils nur Torf befindet. Doch der Torfabbau hat katastrophale Auswirkungen auf unsere Umwelt und die Klimabilanz unserer Erde.

Torf – das Beste für den Garten?

Viele Gartenfreunde meinen, Torf sei wegen seiner positiven Eigenschaften im Garten unverzichtbar. Außerdem erliegt so mancher dem Irrglauben, dass der lockere, schwarze Torf besonders humusreich ist und viele Nährstoffe enthält und sich daher besonders günstig auf das Pflanzenwachstum auswirkt. Doch Torf bietet den Pflanzenwurzeln alles andere als eine natürliche und gesunde Grundlage. Denn ohne vorhergehendes Neutralisieren und Düngen kann Torf lediglich die Durchlüftung des Bodens vorübergehend verbessern, sonst jedoch durchaus die Bodenqualität verschlechtern. Wir möchten mit den häufigsten Irrtümern über Torf und seine angeblichen Vorteile aufräumen.

Es gibt gute Alternativen zu Torf

Allein schon aus diesen Gründen sollte bei uns Gärtnern ein Umdenken stattfinden. Wir sollten auf Torf im Garten vollständig verzichten. Da heute mittlerweile eine Vielzahl an Alternativen für Torf im Handel erhältlich sind, muss niemand mehr auf torfhaltige Erden zurückgreifen. Wir zeigen gute Alternativen zu Torf auf, selbst für Pflanzen die saure Böden mögen.

 

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Häufige Fragen (FAQ)

(Hinweis: Um die Antworten auszuklappen klicken Sie einfach auf das Plus-Symbol vor der jeweiligen Frage)

 

Ich interessiere mich für einen Garten in Ihrer Kleingartenanlage. Was muss ich tun?
Wahrscheinlich haben Sie bereits per Mail oder telefonisch Kontakt mit uns aufgenommen. Falls nicht, können Sie das gern über unser Kontaktformular ganz einfach nachholen. Schreiben Sie uns, welche Vorstellungen Sie haben und welche Fragen Ihnen auf den Nägeln brennen.Vieles lässt sich bereits in einer Mail oder durch ein Telefonat klären.
Wer bei uns einen Kleingarten pachten möchte muss Mitglied in unserem Verein sein, d.h. Sie müssen als erstes das Antragsformular für eine Mitgliedschaft in unserem Verein ausfüllen. Dieses erhalten Sie nach Terminabsprache auch in unserem Vereinsbüro. Mit der Mitgliedschaft fällt eine jährliche Mitgliedsgebühr von 78,00 EUR an. Sollte zum Zeitpunkt Ihres Beitritts gerade kein Garten frei sein, werden Sie bei uns als Gartenanwärter auf einer Warteliste geführt. Je nach Wartezeit und Gartenvergabe rutschen die Gartenanwärter auf der Warteliste automatisch nach oben. Sobald Gärten frei werden und deren Wert geschätzt wurde, werden Sie automatisch von uns benachrichtigt.
Natürlich möchten wir unsere neuen Vereinsmitglieder und künftigen Gartenfreunde auch zunächst persönlich kennenlernen. In einem zwanglosen Gespräch werden letzte Details und Fragen geklärt und ein Besichtigungstermin für den potentiellen neuen Garten wird vereinbart. Entspricht der Garten Ihren Vorstellungen, steht nach einer gemeinsamen Gartenbegehung und der Erledigung der letzten Formalitäten einer Gartenübergabe nichts mehr im Wege.

Gibt es bestimmte Voraussetzungen die ich erfüllen muss, wenn ich in Ihrer Kleingartenanlage einen Garten bekommen möchte?

Wer in unserem Kleingärtnerverein einen Garten pachten möchte, muss zwingend Mitglied in unserem Kleingärtnerverein sein. Dafür muss uns ein ausgefüllter Aufnahmeantrag vorliegen, den Sie gern nach Terminabsprache in unserem Vereinsbüro erhalten.
Es ist außerdem nützlich, wenn Sie sich im Vorfeld über die Anforderungen eines Kleingartens schlau machen, denn Kleingärten unterscheiden sich gesetzlich von Privat- oder Hausgärten. Auf unserer Website finden Sie über dieses Thema viele Informationen, z.B. in unserer Garten- und Bauordnung. Aber auch ein Blick in das Bundeskleingartengesetz lohnt sich in jedem Fall. Wir weisen auf diese kleinen aber feinen Unterschiede eines Kleingartens lieber im Voraus hin, denn bei einer Gartenübernahme stimmen Sie diesen Regelungen im Pachtvertrag ausdrücklich zu. Wer als künftiger Kleingärtner diesbezüglich schon gut informiert ist, der vermeidet Missverständnisse, spätere Enttäuschungen und Ärger von vornherein.
Ansonsten sollten Sie natürlich bedenken, dass die Pflege eines Kleingartens Zeit beansprucht, die Sie in Ihren Alltag realistisch einplanen müssen. Wenn Sie darüber hinaus bereit sind, sich am Vereinsleben zu beteiligen (Gemeinschaftsarbeit etc.), dann haben Sie beste Voraussetzungen, ein glückliches Gartenmitglied bei uns zu werden.

Was kostet durchschnittlich die Übernahme eines Gartens? Welche Kosten kommen in etwa auf mich zu?
Wird ein Garten abgegeben und damit frei, wird zunächst dessen Gesamtwert ermittelt. Dieser Wert hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. Alter, Zeitwert und Zustand des Gartenhauses, vom Pflegezustand des Gartens, vom allgemeinen Pflanzenbestand im Garten usw., wobei das Gartenhaus meist den Hauptposten des Gesamwertes des Gartens ausmacht.
Dieser ermittelte Gesamtwert eines Gartens ist der Betrag, den der neue Pächter bei Übernahme des Gartens an den Verein zu zahlen hat. Da die Ausstattung von Garten zu Garten mitunter stark variiert, können wir pauschal weder einen Durchschnittswert, noch Mindest- oder Höchstwerte angeben. Doch wir können sagen, dass in unserer Anlage für jeden Geldbeutel etwas passendes dabei ist. Wenn Sie dennoch unsicher sind, schreiben Sie uns oder vereinbaren Sie einen persönlichen Termin mit uns.

Wie hoch ist der jährliche Mitgliedsbeitrag in Ihrem Kleingärtnerverein?
Der jährliche Beitrag für Mitglieder in unserem Verein beträgt derzeit 78,00 EUR pro Jahr. Für Gartenpächter fallen zusätzlich 1,79 EUR Vereinsunfallversicherung sowie Gartenpacht in Höhe von 72,00 EUR pro Jahr an.

Gibt es neben Pacht und Mitgliedsbeitrag weitere jährliche Kosten mit denen ich rechnen muss?
Jedes Garten- und Vereinsmitglied ist verpflichtet, sich über unsere Vereinsunfallversicherung zu versichern. Der Jahresbeitrag von 1,79 EUR ist automatisch in der Jahresendabrechnung enthalten.
Zusätzlich fallen jährliche Kosten für den Verbrauch von Strom und Wasser an, die auf dem gepachteten Gartengrundstück verbraucht wurden. Diese Kosten sind abhängig von Ihrem persönlichen Verbrauch.
Wir empfehlen außerdem den Abschluss einer Haptpflichtversicherung sowie einer Gartenversicherung, die vor allem Ihr Gartenhaus vor Einbruch und Diebstahl absichert.
Ferner sind private Kosten für evtl. anfallende Schönheitsreparaturen sowie Materialkosten (z.B. Baumaterial, Gartengeräte, Pflanzen) einzuplanen.

Ich habe mich als neuer Gartenanwärter bei Ihnen angemeldet. Wie geht es jetzt weiter?
Sofern uns der von Ihnen ausgefüllte und unterschriebene Aufnahmeantrag bereits vorliegt, werden Sie Mitglied in unserem Verein und als Gartenanwärter bei uns geführt. Gern möchten wir unsere Gartenanwärter auch persönlich kennenlernen. Sollte dies noch nicht geschehen sein, bitten wir Sie, einen persönlichen Termin zum Kennenlernen und für ein unverbindliches Gespräch mit uns zu vereinbaren.
Konnten wir nicht direkt einen passenden Garten an Sie vermitteln, setzen wir uns automatisch mit Ihnen in Verbindung, sobald wieder neue Gärten frei geworden sind. Bevor unsere Gärten vermittelt werden, wird deren Wert über unsere Wertermittler neu ermittelt. Nach einer gemeinsamen Gartenbesichtigung und den letzten Formalitäten erfolgt dann in aller Regel die Gartenübergabe.

Gibt es besondere Pflichten als Mitglied und Gärtner in Ihrem Kleingärtnerverein, die ich wissen sollte?
Die wichtigsten Pflichten sind bereits in unserer Vereinssatzung, in der Garten- und Bauordnung sowie im Bundeskleingartengesetz (BKleingG) festgehalten. Hilfreich hierzu ist auch unser Hinweis „Was ist ein Kleingarten?“.
Darüber hinaus ist jedes Gartenmitglied verpflichtet, an den Jahreshauptversammlungen teilzunehmen, deren Termine wir rechtzeitig bekanntgeben und pro Jahr eine bestimmte Zahl gemeinnütziger Stunden für den Verein abzuleisten.
Unsere Kleingartenanlage zählt zu den öffentlichen Grünflächen der Stadt Mülheim. Nicht zuletzt deswegen gehört natürlich die regelmäßige Pflege des Gartens ebenfalls zu den Pflichten unserer Gartenmitglieder und sollte selbstverständlich sein.

Bin ich Käufer oder Pächter, wenn ich einen Garten in Ihrer Kleingartenanlage übernehme? Ist der Garten dann mein Eigentum?
Nein. Wenn Sie in unserer Gartenanlage einen Garten übernehmen, schließen Sie einen Pachtvertrag mit unserem Verein ab. Man kann das am ehesten mit einem „Pflegevertrag“ für einen Garten vergleichen. Dadurch sind Sie an bestimmte Vorgaben (Garten- und Bauordnung, Vereinssatzung etc.) bei der Gestaltung Ihres Gartens gebunden, sind darüber hinaus aber völlig frei.
Ich habe nur am Wochenende Zeit fürs Gärtnern. Würde sich ein Kleingarten für mich überhaupt lohnen?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig mit Ja oder Nein beantworten. An erster Stelle steht, dass der Garten keinen Pflegerückstand aufweisen darf, d.h. Ihr Garten muss trotzdem gepflegt sein und darf nicht verwahrlosen. Der Zeitaufwand, der hierfür nötig ist sollte unbedingt bedacht und eingeplant werden und ist nicht zu unterschätzen.
Es ist sicher nicht unmöglich, auch als „Wochenend-Gärtner“ seinen Garten in einem gepflegten Zustand zu halten, doch geben wir noch etwas Wichtiges zu bedenken: Da Kleingärtner verpflichtet sind, 2/3 ihrer Fläche mit Nutzpflanzen (Obst, Gemüse) auszufüllen, reicht es z.B. nicht aus, hauptsächlich einen gepflegten Rasen in seinem Garten anzulegen. Gerade in den ersten Wochen benötigen viele junge Kulturpflanzen unbedingt regelmäßige Pflege (Bewässern, Beikraut jäten, Schneckenkontrolle usw.), insbesondere bei Trockenperioden, Nachtfrösten oder erhöhtem Befallsdruck, da sie sonst eingehen. Vor allem die Monate April bis Juni sind besonders arbeitsintensive Monate, da Aussaat, Auspflanzen, regelmäßiges Gießen und Jäten doch relativ viel Zeit benötigen, die nicht zu unterschätzen ist. Dies möchten wir Ihnen ans Herz legen und zu bedenken geben, bevor Sie sich entscheiden in unserer Anlage einen Kleingarten zu pachten.

Ich habe gar keine Ahnung von Gemüseanbau und Blumen, ein Kleingarten würde mich aber trotzdem reizen. Macht das überhaupt Sinn?
Wir können Sie in dieser Hinsicht beruhigen, denn fast jeder unserer Gartenmitglieder hat einmal als völliger Neuling angefangen. Einige von ihnen sind mittlerweile richtige „alte Hasen“ in ihrem Fach und jederzeit offen für Fragen.
Auch den Umgang mit Blumen, Obst- und Gemüsepflanzen kann jeder lernen. Gärtnern ist ein langwieriger Lernprozess: Die Erkenntnisse ergeben sich im Laufe der Zeit bei der regelmäßigen Gartenarbeit aus eigenen Beobachtungen und Erfahrungen nach dem „trial-and error“-Prinzip, sodass Sie automatisch ständig neu hinzulernen.
Auch wenn Sie am Anfang sicher ein paar Fehler machen, lassen wir Sie nicht allein. Unser Gartenfachberater, aber auch der Vorstand und die vielen Gartenmitglieder und -nachbarn helfen gern, wenn Sie Fragen haben, Tipps brauchen oder Empfehlungen für Fachliteratur benötigen. Das Einzige das Sie mitbringen müssen ist Spaß am Gärtnern, eine gute Portion Neugierde und Geduld sowie den Willen, den Garten wirklich kleingärtnerisch zu nutzen und nicht etwa einen „Fun-Garten“ daraus zu machen.

 

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Was ist ein Kleingarten?

Garten ist nicht gleich Garten

Nicht selten taucht die Frage auf, was eigentlich der Unterschied zwischen einem Kleingarten im Vergleich zu einem „normalen Garten“ ist. Selbst so mancher frisch gebackene Neugärtner in unserer Gartenanlage ist sich anfangs zuweilen noch unsicher über die Frage: Was darf ich und was nicht?

Einen Privatgarten kann man mehr oder weniger so gestalten wie man möchte. Doch Kleingärten, zu denen auch die Gärten in unserer Gartenanlage zählen, unterliegen den Bestimmungen des Bundekleingartengesetzes. Somit sind an ihre Nutzung bestimmte Bedingungen und Regelungen geknüpft. 

Das Wissen um diese Bedingungen eines Kleingartens schließt Missverständnisse von vornherein aus und erspart angehenden Gärtnern als auch „alten Hasen“ unter ihnen Ärger und böse Überraschungen. Das Einhalten dieser Bestimmungen sichert nicht zuletzt vor allem die Berechtigung und den langfristigen Erhalt unserer Kleingartenanlage und kommt somit uns allen zugute.

Um die Abgrenzung eines Kleingartens zu einem Privatgarten klar darzustellen, zitieren wir nachfolgend einen Kommentarauszug des Bundeskleingartengesetzes (BKleinG, §1, Abs. 8 und 9, Seite 52) und hoffen damit etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen:

 

Kleingärtnerische Nutzung

Als ein Element für die kleingärtnerische Nutzung ist die Nutzung des Kleingartens zu Erholungszwecken. Der Erholungswert des Kleingartens hat infolge des Wandels in den ökonomischen Verhältnissen seinen besonderen Stellenwert gewonnen. In vielen Fällen weist allerdings ein beträchtlicher Teil der heutigen Gartenflächen anstelle von Gemüse- und Obstkulturen Rasenbewuchs und Zierbepflanzung auf.

Mit der gesetzlichen Begriffsbestimmung der kleingärtnerischen Nutzung wird der heutigen Funktion des Kleingartens als Nutz- und Erholungsgartens Rechnung getragen. Der einzelne Kleingarten kann danach ein ausschließlicher Obst- und Gemüsegarten (Nutzgarten) sein oder Nutz- und Ziergarten. Die Gartenfläche darf also – wenn es ein Kleingarten sein soll – nicht allein aus Rasenbewuchs und Zierbepflanzung bestehen. Die Erzeugung von Obst, Gemüse und anderen pflanzlichen Produkten ist vielmehr ein notwendiger Bestandteil der kleingärtnerischen Nutzung, für die ein Teil der Gartenfläche verwendet werden muss. Die Definition der kleingärtnerischen Nutzung besteht aus zwei durch das Wort „und“ miteinander verbundenen Elementen, nämlich der „kleingärtnerischen Nutzung, insbesondere zur Gewinnung von Gartenbauerzeignissen für den Eigenbedarf“, und der „Erholung“. Es widerspricht aber der kleingärtnerischen Nutzung nicht, wenn der Kleingarten ausschließlich zur Erzeugung von Obst und Gemüse verwendet wird. …Andererseits ist eine Nutzung des Gartens nur zur „Erholung“ ohne Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen keine kleingärtnerische Nutzung. Sie stellt einen Verstoß gegen das Bundeskleingartengesetz dar und berechtigt daher nach Abmahnung zur Kündigung des Kleingartenpachtvertrages.

Die Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen muss die Nutzung der Parzellen maßgeblich prägen, so die höchstrichterliche Rechtssprechung. In der Regel genügt es, wenn mindestens ein Drittel der gesamten Gartenparzelle zum Anbau von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf genutzt wird.

 

Quelle: Kreisverband Mülheim an der Ruhr der Kleingärtner e.V.

Mehr Informationen zu diesem Thema sind in unserer aktuellen Garten- und Bauordnung zu finden